Was wiegt mehr, am Ende eines Lebens: Die Bürde einer Krankheit oder das Gewicht tausendfältiger Erlebnisse? Während ich mich mit der Lebens-, Reise- und Krankheitsgeschichte von Werner Stilz beschäftigte, hatte ich reichlich Zeit, über diese Frage nachzudenken.
Werner Stilz beauftragte mich damit, sein Manuskript zu lektorieren und in Buchform zu bringen. Zu Beginn hatte es mehr als eine Million Zeichen (670 Normseiten). Nach mehreren Lektoratsdurchgängen, Umstrukturierungen und Kürzungen wurden daraus stattliche 470 Buchseiten. Mein bisher umfänglichstes Lektorat.
Durchhaltevermögen
Stilz besaß den Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen, die Erstfassung nicht nur als Computer-Ausdruck in seiner Familie kursieren zu lassen. Mit ein wenig Hilfe entwickelte er sie weiter, zu einem veritablen Lebens-Roman. Er nahm meine Vorschläge zu einer Umstrukturierung auf und kürzte an vielen Stellen. Um das Geschriebene zu illustrieren, suchte er Fotografien aus. Zuletzt setzte er sich für einen neuen Buchsatz ein, als sich herausstellte, dass die ursprüngliche Fassung mit über 600 Seiten zu voluminös geraten war. Nun ist sie deutlich handlicher geworden, sowohl in der Paperback-Fassung als auch mit festem Einband. Es gibt auch eine E-Book-Fassung für jene, deren Arme auch bei den 480 Seiten, die es nun wurden, zu ermüden drohen.
Ich wünsche Werner Stilz viele Leser*innen. Und allen Leser*innen viel Vergnügen mit diesem Album eines erfüllten Lebens, das uns das Reisen in jeder Form schmackhaft machen möchte. Denn die althergebrachte Frage: »Warum in der Ferne schweifen« beantwortet es selbstbewusst mit: »Darum!«
